Nintendo 3DS

Am 25. März 2011 veröffentlichte Nintendo den Nintendo 3DS, der weltweite erste 3D-fähige Handheld.
In diesem Artikel stellen wir die erste 3D-Konsole vor und zeigen, was das Gerät an Leistung vorzuweisen hat.

Der Nintendo 3DS war die erste 3D-fähige Konsole auf dem weltweiten Markt, womit Nintendo für viel Aufsehen gesorgt hat.

Informationen zum 3DS
Erscheinungsdatum:
  • Japan Japan: 26. Februar 2011
  • Europa Europa: 25. März 2011
  • Amerika - USA / Kanada Nordamerika: 27. März 2011
Preis: (bei Verkaufsstart)
  • Japan Japan: 25.000¥ (Yen) *
  • Europa Europa: 249,99€ *
  • Amerika - USA / Kanada Nordamerika: 249,99$ *
Abmessungen: (geschlossen)
  • Länge: 7,4cm
  • Breite: 13,5 cm
  • Höhe: 2 cm
  • Gewicht: 227 g
Lieferumfang:
  • 1x Hardware Nintendo 3DS-Konsole
  • 2x (Teleskop-)Stylus
  • 1x Garantiekarte und 3DS-Anleitung
  • 1x Ladekabel
  • 1x Ladestation für den 3DS
  • 1x 2GB SD-Card
  • 6x Augmented Reality-Karten (AR-Karten)

*= je nach Geschäft variierend

Hardware des 3DS

Die Displays

Die wahrlich interessanteste Sache am 3DS ist der Topscreen, der es mithilfe von zwei ebenenversetzten Darstellungen schafft, einen 3D-Effekt ohne zusätzliche Brillen zu kreiieren. Dieser 3D-Effekt wird durch sogenannte Autostereoskopie erzeugt, das bedeutet, dass über die Pixel auf dem Bildschirm zwei verschiedene Bilder gestrahlt werden, die dann am Display selber zum jeweils rechten oder linken Auge gelenkt werden. Du musst jedoch - um wirklich den vollen 3D-Effekt zu erleben - entspanntes Sehen trainieren.


Der untere Bildschirm - also der Touchscreen - verwendet kein 3D und ist somit wie bei den Vorgängern zu verwenden. Der Touchscreen wird außerdem im 4:3 Format benutzt und die Auflösung beträgt 320x240 Pixel auf 3,04" (Zoll). Der obere Bildschirm (bzw. Topscreen) unterstützt das 16:9 Format mit einer Auflösung von 800x240 Pixel bei einer Größe von 3,53".
Nintendo selber warnt davor, Kinder im Alter unter 6 Jahren den Nintendo 3DS mit eingeschaltetem 3D-Effekt spielen zu lassen, da die Augen sich eventuell an den vorgetäuschten Tiefeneffekt gewöhnen könnten und es damit zu Sehschwächen kommen könnte. Aber um die Augen auch bei älteren Personen zu schützen, sollte der 3D-Effekt alle 45 Minuten kurzzeitig ausgestellt werden.

Akku und Chipsatz

Im Gegensatz zu den älteren Modellen des Handhelds verwendet Nintendo im 3DS einen leistungsstärkeren und schnelleren Chipsatz, der ein wahres Grafik-Erlebnis verspricht. Der Chipsatz (PICA 200) ist knappe vier Jahre alt und wurde von der Firma Digital Media Professionals hergestellt. Der PICA 200 hat eine Taktung von 200MHz und kann optimalerweise bis zu 800 Millionen Pixel und 15,3 Millionen Polygone pro Sekunde erstellen, sodass die Grafik einen deutlichen Unterschied erlebt. Desweiteren unterstützt der Chipsatz Anti-Aliasing, flexible Licht- und Schattenberechnungen, OpenGL 1.1 sowie einen Frame-Buffer von bis zu 4.095 x 4.095 Pixel, wobei der CPU energieparend ist.


Eine Techdemo des PICA 200

Die CPU des Nintendo 3DS besteht aus zwei ARM11 Prozessoren, die mit 266MHz getaktet sind, Apples iPhone 3/3G und iPod Touch verwenden einen vergleichbaren CPU. Der Handheld besitzt 4 Megabyte VRAM und einen RAM von 64 MByte, womit die Leistung des 3DS fast an die einer XBOX360 oder PS3 rankommt. Der Akku vom Nintendo 3DS ist kleiner und leichter, jedoch wird durch den leistungsfressenden 3D-Effekt eine Menge an Strom benötigt, womit der 3DS eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 15 Stunden hat.

Motion Control und das Schiebepad

Der 3DS unterstützt wie das iPhone einen Neigungs- und Bewegungssensor. Das Schiebepad
Nachdem einige Einsprüche reinkamen, dass dann doch der 3D-Effekt nachlassen würde, antwortete Hideki Konno, dass dies nicht der Fall sei, da die Sensoren Seitwärtsbewegungen registrieren und somit der 3D-Effekt erhalten bleibt.
Der Nintendo 3DS enthält ein sogenanntes Schiebepad, welches natürlich mehr Bewegung in den Spielen ermöglicht. Es befindet sich oberhalb des Steuerkreuzes.

Drahtloses

Der 3D-Handheld verwendet ein schnelleres WLAN als bei den Vorgängern der Nintendo DS-Serie.
Der 3DS unterstützt nun auch die sicherheitshöhere WLAN-Verschlüsselung WPA(2). Zusätzlich gibt es auf dem Nintendo 3DS den eShop, wodurch du dir einige Zusatzinhalte und Spiele wie z.B. 3DS-Anwendungen und Virtual Console-Spiele (GameBoy, NES, GameGear, ...) herunterladen kannst.

Kameras

Wie bei dem DSi und DSi XL schon vorhanden gibt es wieder Kameras im Handheld, dieses Mal ganze drei.
Zwei Außenkameras, die es sogar ermöglichen, 3D-Fotos aufzunehmen, sowie eine Innenkamera, die allerdings keine 3D-Fotos aufnehmen kann.
Die Auflösung der Fotos beträgt wie schon bei den Vorgängern 640x480 Pixel. Die schon oben genannten AR-Karten werden von der Kamera erkannt, sodass du auf den Karten kleine Minispiele spielen kannst. (Stichwort: Erweiterte Realität)
Seit dem Firmwareupdate von 10. Dezember 2012 (Version 3.0.0-5E) ist es auch möglich, 3D-Videos zu drehen.

An diesem Inhalt haben Dark_Fire, achtbitmusik und Lypton mitgearbeitet.


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