Spectrobes

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Noch vor dem Erscheinen von Spectrobes bezeichnete man es schon als billige Pokémonnachmache. Zu viel sei übernommen worden, wie z.B. Levelanstiege, Entwicklungen oder auch das Aussehen mancher Spectrobes. Nachdem man jedoch einige Tage und Wochen spielte merkte man, dass sowohl das Kampfsystem, als auch die Spectrobes selbst, welche man durch spezielle Teile "auftunen" kann, den Pokémon doch nicht so stark ähneln wie befürchtet. Ganz im Gegenteil: Spectrobes brachte zum Beispiel ein Echtzeitkampfsystem mit, welches dem rundenbasierten Pokemonkämpfen doch weit überlegen ist. Steigen wir nun mal in die Story ein: Die Hauptfiguren gehören der Planeten Patrouille an und heißen Rallen und Jeena. Offensichtlich befinden sie sich noch im Tennageralter, sodass vorallem bei Rallen Übermut vorherrscht. Das Abenteuer beginnt mit einer speziellen Mission, ein nicht identifizierbares Objekt ist auf einem Planeten eingeschlagen. Dieses Objekt soll gefunden und untersucht werden. Also begibt sich Rallen auf die Suche danach. Das Objekt ist schnell gefunden, es ist ein Raumschiff mit einer menschlichen Insasse. Neben dem Raumschiff findet Rallen ein seltsames Teil, welches wie angegossen in seinen Anzug passt. Doch da taucht schon ein lilaner Wirbel auf und Rallen wird in ihm gefangen. Dort erwarten ihn 3 Monster, die ihn angreifen, seine Geschütze hinterlassen keinen Schaden bei ihnen und als Rallen seinem Ende ins Auge schaut, aktiviert sich das erst kürzlich gefundene Teil und setzt zwei Monster frei, die die anderen Monster mit Leichtigkeit besiegen. Nachdem man nun den Mann aufweckt hat, erzählt er euch über die Krawl, die sich in dunklen Wirbelstürmen aufhalten und Sternensysteme verschlucken. Normale Waffen haben keine Wirkung bei ihnen, die einzige Chance sind jene Monster, die aus dem neugefundenen Teil herauskamen, genannt Spectrobes...

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Wie bekomme ich einsatzfähige Spectrobes?

Ganz simpel erklärt, besteht eure Mission das Sternensystem Nanairo vor den Krawl zu retten, deren Hauptspeise Sternensysteme sind. Wie schon gesagt sind Spectrobes eure einzige Hoffnung gegen die Krawl bestehen zu können, nur leider gibt es ein kleines Problem. Die Spectrobes sind bereits vor langer Zeit ausgestorben. Was soll man nun tun? Ganz einfach! Ihr scannt den Boden des Planeten an den verschiedensten Stellen mit eurem bereitgestellten Spectrobe ab und wenn euer kleiner Helfer etwas entdeckt buddelt ihr es vorsichtig aus. Wenn die Prozentzahl 95% oder höher ist, könnt ihr euren Schatz heben. Bild

Seid allerdings sehr vorsichtig, denn wenn ihr zu hart zu Werke geht, wird euer Schatz sich in Luft auflösen, kurz gesagt, eure oberste Anzeige auf dem oberen Bildschirm darf nicht voll werden(sie zeigt die Zerstörung des Fossil/des Gegenstandes an). Wenn ihr es geschafft habt euer Fossil ganz ohne bzw. mit minimalem Schaden auszugraben, wird das Fossil vielleicht ein spezielles Teil tragen. Falls ihr jedoch kein Fossil sondern ein Mineral erwischt habt, nicht so schlimm, denn diese Mineralien sind ebenfalls sehr wichtig um die Level der Spectrobes zu erhöhen. Wenn ihr nun euer Fossil erwecken wollt, müsst ihr in das Labor im UG eures Raumschiffes. Dort werdet ihr eine bestimmte Zeit lang in einer bestimmten Tonhöhe einen Ton in euer Mikro sprechen müssen um das Fossil in einen einsatzbereiten Spectrobe zu verwandeln. Dieser Spectrobe kann jedoch noch nicht kämpfen, da er erst ein Baby und somit in der 1. Entwicklungsstufe(Primärform) ist(Spectrobes auf der 1. Etwicklungsstufe haben jedoch eine besondere Gabe, die ihre Weiterentwicklungen nicht besitzen: sie können den Boden abscannen. Was für eine Reichweite sie besitzen und was sie alles erschnüffeln können steht in ihrem Bericht). Wollt ihr euch den Krawl also stellen müsst ihr euer Baby wachsen lassen. Dazu steckt ihr es in den Inkubator und füttert ihn mit Mineralien. Das Streicheln beschleunigt die Entwicklung und wenn ihr nach ein paar Stunden wieder im Inkubator nachseht, werdet ihr ein Glitzern über eurem Spectrobe feststellen. Ist das der Fall könnt ihr eurem Spectrobe, nach dem Berühren, bei der Verpuppung zusehen. Indem ihr jetzt seine Verpuppung mithilfe des Touchpens zerstört, habt ihr einen weiterentwickelten Spectrobe(Sekundärform), voller Energie und bereit zum Kämpfen. Die letzte Entwicklung(Tertiärform) des Spectrobes kann erst nach auffinden eines bestimmten Kubus stattfinden. Dazu verwendet man die selbe Strategie.


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Singleplayer/Storyline

Nun da ihr euch mit Spectrobes verstärkt habt könnt ihr euch den Krawl stellen. Zuerst werdet ihr auf Planeten gerufen um Jobs zu erledigen, welche die Menschen nun dank der Krawl nicht mehr erledigen können ohne sich in Gefahr zu begeben, so müsst ihr z.B. nach einem Stein in einer von Krawl besetzten Ruine finden. Eure Gegner werden immer stärker und so ist es auch klar, dass ihr eure Spectrobes immer wieder in den Inkubator stecken und sie mit Mineralien füttern müsst um sie stärker zu machen. Auch Rallen kann aufgerüstet werden, indem ihr in der Basis auf Kollin, neue Anzüge mit mehr Leidensfähigkeit kauft(Geld bekommt ihr nach jedem Sieg über Krawl). Auch bessere Waffen können erstanden werden, welche jedoch nicht von großem Nutzen sein werden. Schließlich werdet ihr mit der Auffindung und Zerstörung des Krawlnestes beauftragt, welches sich auf einem der entfernteren Planeten befinden muss. Nachdem ihr die Ruinen erweckt habt und eure Spectrobes in die 3. Entwicklungsstufe(Tertiärform) gebracht habt, kann die letzte Schlacht um Nanairo beginnen.... Bild

Multiplayer/WiFi Connection

Ja richtig gelesen Spectrobes hat einen Multiplayer, jedoch braucht man dafür 2 Nintendo DS und 2 mal das Spiel Spectrobes um gegeneinander kämpfen und eure kleinen Monster tauschen zu können. Dies ist leider auch nur im "DS zu DS" modus möglich. Außerdem gibt es noch eine kleine Verwendung der Nintendo WiFi Connection. Jeden Freitag erhaltet ihr 10 Punkte für die ihr in der WiFi-Connection "einkaufen" könnt. Sei es der nur dort erhältliche Spectrobe "Thundora" oder seltene Ausrüstungen.

Graphik und Sound

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Graphisch schaut Spectrobes sehr gut aus. Aus einer nach schräg-oben-Kameraperspektive, kann man sowohl den Charakter als auch die Umgebung sehr gut im Auge behalten. Sowohl die Spectrobes in Nahaufnahme, welche man im Inkubator bestaunen kann, als auch die Kämpfe oder auch die Animationen sind gut dargestellt und gehören auf jeden Fall zum oberen Viertel der graphisch besten Spiele für Nintendo DS. Für einen möglichen Nachfolger kann man sich vielleicht noch ein paar Lichteffekte mehr wünschen. Soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. Jeder Planet hat seine eigene Melodie von denen manche gefallen, manche jedoch einen zum tonlosen Spielen verbannen.

Steuerung

Diesen Part habe ich mir in diesem Test für den Schluss aufgehoben, denn lässt alle Besonderheiten des DS aufblühen. Mal muss man hier pusten, da mit dem Touchpen graben und sogar die Schultertasten werden anständig und häufig benutzt. Außerdem gibt es diverse Versionen der Steuerung, von denen man sich die bequemste Aussuchen kann. Diese sehr komplexe Steuerung hat logischerweise auch eine etwas längere Eingewöhnungsphase und vorallem das Graben will erstmal gelernt sein, wenn man sie jedoch draufhat, wird hier ein Steuerungsfeuerwerk gezündet von dem ich absolut begeistert bin und sie als eine der besten Steuerungen abstemple.

Fazit - Kurzform

+ Gute Idee + Umsetzung

+ Graben macht Spass!

+ Kämpfe in Echtzeit

+ Jeder Spectrobe hat viele Variationen

- 25 Spectrobes sind nicht gerade viel...

- Onlinemodus, wo bist du?

- Story is toll, der Rest danach nicht...

Fazit - Textform

Spectrobes ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits begeistern Storyline, Echtzeitkämpfe und Steurung, andererseits enttäuschen Wifi-Connection, Multiplayer und die Vielfalt der Spectrobes. Wenn man ein gutes Spiel mit guter Story möchte und auf einen Multiplayer verzichten kann darf bedenkenlos zugreifen, wer jedoch auf fehlende Nutzung der WiFi-Connection und vor allem fehlende Onlineduelle, die wohl die größten Versäumnisse sind, nicht verzichten kann, sollte wohl oder übel zu was anderem greifen.

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